Nie ohne Hund

Emil Nolde. Das sind Tulpen und Narzissen, dachte ich, bevor ich vor ein paar Jahren die Ausstellung „Nolde. Die Grotesken“ im Buchheim-Museum sah. Phantastische Werke, zwischen Trollen, Hexen, und (Alp-)träumen.

Und jetzt. Nolde. Hunde. Ein liebevoll gestalteter Bildband aus dem Dumont-Verlag. Mit Skizzen, Zeichnungen und Gemälden von Emil Nolde. Mit Texten von Christian Ring, dem Direktor der Nolde-Stiftung, der uns durch Emil Noldes Werk und 3 Hundeleben führt.

Kastor

Der kleine Bild- und Fotoband nimmt uns mit in das Leben der Noldes, die zwischen Landleben mit Hund in den Sommermonaten und dem Stadtleben in Berlin ohne Hund pendeln. Die Hunde lassen sie betreut, in ihrer gewohnten Umgebung zurück, weil sie ihnen das Stadtleben nicht zumuten möchten.

Fajo

Nie ohne Hund – so könnte man das Leben von Ada und Emil Nolde bezeichnen. Und so teilten sie ihr gemeinsames Leben mit Kastor (1903 – 1912), dem Bernhardiner, mit dem Doggenrüden Fajo (1913 – 1925) und mit Dogge Baldor (1927 – 1938). Ist das Ehepaar getrennt, schreiben Sie sich Briefe, in denen nicht nur, aber doch ganz viel über den Hund berichtet wird. Als Ada in Kur war schrieb Emil: „Der Hund nur war mein Freund, der bei mir war, mit dem ich sprach … das Kochen war schwierig, selbst der Hund war mit meinem Essen nicht zufrieden …“

Baldor mit Ehepaar Node
© Dumont

Ring, Christian: Emil Nolde – Hunde – Emil Nolde – Dogs, 87 Seiten, viele Illustrationen, Köln: Dumont Verlag, 2019. – ISBN  978-3-8321-9962-3. – Euro 18.00 (D).

Diesen liebevoll gemachten Bild- und Fotoband hat mir der Dumont-Verlag als Rezessionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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