Will sei Dank – Memoiren einer Frau mit Hund

Eigentlich lese ich sehr schnell. Manchmal zu schnell. „Will sei Dank“ von Patricia B. McConnell, Autorin des bekannten Hunde-Ratgebers: „Das andere Ende der Leine“, konnte ich nicht schnell lesen. Mehr noch: Ich brauchte Pausen. Dabei ist das Buch spannend und unterhaltsam geschrieben und liest sich sehr flüssig.
Patricia B. McConnell erzählt sehr offen über sehr schlimme Erlebnisse, die ihr Leben prägten, die sie verändert haben und die sie jahrzehntelang erfolgreich verdrängt hatte. So lange bis Will in ihr Leben trat. Ein schreckhafter, von unkontrollierbaren Ängsten erfüllter Border Collie Welpe. Patricia B. McConnell erkennt erst durch Will, dass sie in einem permanenten Panikmodus feststeckt, der sich ín einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) äussert. Ständiger Daueralarm im Kopf. Keine kognitive Kontrolle. Die kleinsten Ereignisse lösen heftige Reaktionen aus. Extreme Reaktionen, die in keinem Verhältnis zur Situation stehen. Weiterlesen

Elliott Erwitt’s Dogs

Elliott Erwitt muss ich euch eigentlich nicht extra vorstellen. Jeder von euch kennt die Fotos des berühmten Fotografen, der Präsident der bekannten Fotoagentur „Magnum Photos“ war. Magnum Photos wurde 1947 von den vier Fotografen Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, David Seymour und George Rodger in Paris gegründet. Elliott Erwitt, 1928 geboren und Sohn russischer Einwanderer, interessierte sich schon als Teenager für Fotografie und arbeitet seit den 1950er Jahren als professioneller Fotograf. Seine Fotos sind legendär. Seine journalistischen Essays, Illustrationen, Werbeanzeigen und Bücher wurden auf der ganzen Welt veröffentlicht. Er hatte zahlreiche Einzelausstellungen, unter anderem im Museum of Modern Art. Er fotografierte Marilyn Monroe und Che Guevara und …

Photo © Elliott Erwitt/Magnum

Photo © Elliott Erwitt/Magnum

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Hunde in der Kunst

Sehr oft finde ich Bücher für meinen Dog Blog in Museum-Shops oder in sehr besonderen & individuellen Geschäften, wo es ganz viel anderes, aber eben auch Bücher gibt.
Das Buch „Hunde in der Kunst“ habe ich in der Pinakothek der Moderne in München entdeckt. Verkehrt herum. Es lag dort mit der Buchrückseite nach oben. Auf dieser standen die Worte: „Dieses Buch sucht ein Zuhause“.
Ein Zuhause hat es bei mir gefunden. Ein Gutes und eines für immer, denn ich gebe dieses von Angus Hyland & Kendra Wilson so liebevoll gestaltete Buch ganz bestimmt nicht mehr her.

© Théodore Géricault, S. 49 Tête de Bouledogue, 19. Jahrhundert.

© Théodore Géricault, S. 49 Tête de Bouledogue, 19. Jahrhundert.

© Daniella Lo Presti, S. 53 Die Französische Bulldogge, 2014.

© Daniella Lo Presti, S. 53 Die Französische Bulldogge, 2014.

 

 

 

 

 

 

Portraits im Angesicht der Hunde, Hunde-Portraits – zwischen Abbild und Sinnbild, Hunde-Leben, Hunde-Träume und viele zeitgenössische Liebeserklärungen. Weiterlesen

Chefsachen: Rico, ein Leben als Schattenhund im Tierheim

„Tür zu, Licht aus … Ich lege mich auf mein Bett und presse die Augen zu, damit ich das nicht vorhandene Betthupferl nicht sehe. Also damit ich nicht sehen muss, dass ich nix hab. Da lieg ich nun, der Hund mit den meisten Paten (…) krank mit Rumpelbauch und ohne Essen, eingesperrt, kann mir nix selber besorgen, ausgeliefert … ich überlege mir, wie lange man das als Hund, der eh viel zu dünn ist, wohl überleben kann. Ich meine, ich habe ja keine Reserven, da geht man schneller tot. Während ich darüber nachdenke, döse ich weg … vermutlich falle ich gerade in ein Hungerkoma.
Gute Nacht euer unterzuckerter Rico“

So endet eine der vielen Sandmännchen-Geschichten vom gut genährten Rico, die Kirstin Höfer, Tierheimleiterin in Koblenz, seine allerbeste Freundin und Ghostwriterin auf Rico Koblenz Facebook-Seite postete. Aus einer witzigen Idee heraus und auch um auf unkonventionelle und charmante Art Spenden fürs Tierheim zu sammeln. Ricos Seite war so erfolgreich, dass aus den regelmäßig in unregelmäßigen Abständen erschienen Posts jetzt ein Buch entstanden ist. Weiterlesen

Winter in Maine

Neulich habe ich bei Sätze und Schätze vorbeigeschaut und dabei das Bloggerprojekt „Der Hund in der Literatur – oder wie drei Bloggerinnen auf den Hund kamen“ entdeckt.

© Sabine Delorme

© Sabine Delorme

Begeistert von der Idee kam mir das Buch „Winter in Maine“ von Gerard Donovan in den Sinn, das ich schon vor einigen Jahren gehört habe. Es ist eines der Bücher, die man nie wieder vergisst und das zu meinen Lieblingsbüchern gehört, obwohl ich mir geschworen habe es nie mehr zu lesen, bzw. zu hören. Denn es brach mir, kurz nach dem Tod meines geliebten Hundes, zum zweiten Mal das Herz.

Ich lasse mir gerne vorlesen. Besonders wenn Roman und Vorleser zu einer so wunderbaren Einheit werden, wie beim Hörbuch „Winter in Maine“ gelesen von Markus Hoffmann. Die Sprache des Romans ist einzigartig. Hier sitzt jeder Satz, auch wenn manchmal der Wind so heftig um die Hütte weht, dass einzelne Buchstaben weg zu wirbeln scheinen. Weiterlesen

Halten Sie ihr Huhn fest! Hundeleben auf dem Land

In letzter Zeit war ich ein bisschen faul. Lesefaul. Habe einiges angefangen und wieder zur Seite gelegt oder gar nicht  erst angefangen… Und dann landete das neueste Buch von Katharina von der Leyen in meinem Briefkasten. Ehrlich gesagt, blieb auch das eine Weile liegen, doch dann fing ich an zu lesen … und zu lesen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Kennt ihr das Gefühl, wenn man sich beim Umschlagen jeder Seite wünscht, dass das Buch nie endet? Ich drossle dann bei den letzten Seiten schon mal vorsichtshalber mein Lesetempo, wenn ich spüre, dass die rechte Buchhälfte immer dünner wird… Weiterlesen

Lefty

Lefty unser Sorgenkind aus Süditalien läuft, springt und hüpft eigentlich nur auf seinen Vorderbeinen. Manchmal nimmt er noch den rechten Hinterlauf, doch das linke Beinchen baumelt nur so mit. Wir wissen leider nicht was passiert ist in seinem kurzen eineinhalb Jahre alten Leben. Wahrscheinlich wurde er misshandelt oder irgendwo eingeklemmt … Schmerzen hat er momentan nicht, er tobt umher wie ein Wilder, ist unerschrocken und ein kleiner Frechdachs, den man einfach liebhaben muss. Weiterlesen

Frei Schnauze

Also da muss ich jetzt vielleicht doch ein bisschen ausholen. Wie ihr ja bereits wisst, heißt meine Lieblingsfotografin Elke Vogelsang. Das ist die mit der Hundeschnauzen-Obsession und dem wunderbaren Fotobuch „Nice Nosing you“, das ich euch bereits hier vorgestellt habe. Mit „Nice Nosing you“ unter dem Arm, bin ich letztes Jahr in den Ackermann Kunstverlag in München gestiefelt und habe da einfach mal nachgefragt, ob man daraus nicht einen Kalender machen könnte.

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