Die Welt der Gerüche

Also ich habe selten ein wissenschaftliches Fachbuch gelesen, dass so verständlich und wunderbar lesbar geschrieben ist. Dazu über 40 Seiten Quellenverzeichnis! Da schlägt mein Bibliothekarinnenherz gleich höher 😉 Frank Rosell, Professor für Verhaltenskunde an der Universität Telemark in Norwegen schafft es aktuellste Fakten, Studien und Daten hochspannend zu verpacken.

Nach allgemeinen Informationen über Arbeitshunde und wie ihr erkennt, ob euer Hund das Zeug dazu hat, geht es tiefer in den Geruchssinn unserer Hunde.

 

Das Buch gliedert sich in Kapitel über Hunde, die vermisste Menschen suchen. Es gibt aber auch Hunde, die darauf trainiert sind, verloren gegangene Haustiere aufzuspüren. Danach folgen Kapitel über Rettungshunde, Jagdhunde, und den vielfältigen Einsatz von Polizeihunden. Bei den Polizeihunden hat mich der Einsatz von Brandmittelspürhunden am meisten fasziniert. Die Aufgabe der Hunde ist es, an den Brandstätten nach kleinsten Spuren von brennbaren Flüssigkeiten zu suchen die als Brandbeschleuniger eingesetzt wurden. Die Spuren sind oft so minimal, dass sogar Spezialinstrumente der Polizei diese nicht entdecken können. Hunde können darauf trainiert werden Geruchsstoffe von vielen brennbaren Flüssigkeiten zu finden (unter anderem Benzin, Gas, Paraffin, weißer Spiritus, Grillanzünder, Feuerzeugflüssigkeit, Bremsflüssigkeit, Lösungsmittel, Farbverdünner …) und können diese bis zu 18 Tagen nach Brandbeginn noch riechen.

Im Anschluß gibt es ganz viel Wissenswertes über Zollhunde,  Militärhunde, Diagnoseschnüffelhunde, bis hin zu den Artenschutzhunden. Diese helfen Umweltschützern, Biologen und Wildlife-Managern  illegal gefangenen Fisch aufzuspüren, erschnüffeln seltene Frösche und Salamander oder entdecken Schildkröten in einem Abstand von 60 Metern. Einfach unglaublich.

Wusstet ihr, dass Hunde auch als Schädlingsbekämpfer und Gebäudeinspektoren eingesetzt werden? Zum Beispiel auch in Bibliotheken, wo Buchwanzen ein zunehmendes Problem darstellen.

 

Nach dem Lesen dieses Buches seid ihr nicht nur um das Wissen über die Nasen eurer Hunde reicher, sondern ihr lernt auch vieles über Ihr Verhalten. Wisst Ihr zum Beispiel, was es bedeutet, wenn euer Hund seinen Schwanz beim Wedeln eher mehr nach unten rechts schwingt oder warum Hunde beim Pinkeln eine Ausrichtung in Nord-Süd-Achse bevorzugen?

© Kynos

Rosell, Frank: Die Welt der Gerüche : Spezialspürhunde im Einsatz, 336 Seiten, Nerdlen / Daun: Kynos Verlag, 2017, ISBN 978-3-95464-133-8, Euro 24,95

Dieses interessante und wissenswerte Buch hat mir der Kynos Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Menschen wie wir

Oder: Weimeraner brauchen keine Streicheleinheiten fürs Ego

Mal wieder im Museums-Shop gewesen. Kunstwerk entdeckt. Kunstwerk? Das ist doch ein Buch. Kunst zwischen Buchdeckeln eben.

Fast jeder von euch kennt das eine oder andere Foto von William Wegman und seiner tierischen Models. Oder seine Videos. Oder hat Sesamstrasse geguckt.

© William Wegman / courtesy Schirmer/Mosel

© William Wegman / courtesy Schirmer/Mosel

 

 

 

 

 

 

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Hunde! Das macht der sonst nie!

Zwischen Auszügen aus dem „Gehorsamkeits-Kurs-für-Fortgeschrittene“ der Walddorf-Hundeschule und 10 Sätzen, die nur für Hundebesitzer völlig normal klingen:  „Heute gibt es lecker Pansen!“ oder „Ich muss den festmachen, der riecht die Lilly von nebenan“ erhalten wir einen tiefen Einblick in das Tagebuch eines Stadthundes: „10 Uhr Frühstück: Herrchen versucht es tatsächlich wieder und stellt mir Trockenfutter hin. Haha! Nice Try! Lege mich in die Ecke, schaue traurig und ziehe die Wangen ein, um etwas ausgehungerter auszusehen. Nach zehn Minuten steht Herrchen auf und öffnet das Nassfutterdöschen mit Rotwild und Fasan. Geht doch …“

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Will sei Dank – Memoiren einer Frau mit Hund

Eigentlich lese ich sehr schnell. Manchmal zu schnell. „Will sei Dank“ von Patricia B. McConnell, Autorin des bekannten Hunde-Ratgebers: „Das andere Ende der Leine“, konnte ich nicht schnell lesen. Mehr noch: Ich brauchte Pausen. Dabei ist das Buch spannend und unterhaltsam geschrieben und liest sich sehr flüssig.
Patricia B. McConnell erzählt sehr offen über sehr schlimme Erlebnisse, die ihr Leben prägten, die sie verändert haben und die sie jahrzehntelang erfolgreich verdrängt hatte. So lange bis Will in ihr Leben trat. Ein schreckhafter, von unkontrollierbaren Ängsten erfüllter Border Collie Welpe. Patricia B. McConnell erkennt erst durch Will, dass sie in einem permanenten Panikmodus feststeckt, der sich ín einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) äussert. Ständiger Daueralarm im Kopf. Keine kognitive Kontrolle. Die kleinsten Ereignisse lösen heftige Reaktionen aus. Extreme Reaktionen, die in keinem Verhältnis zur Situation stehen. Weiterlesen

Elliott Erwitt’s Dogs

Elliott Erwitt muss ich euch eigentlich nicht extra vorstellen. Jeder von euch kennt die Fotos des berühmten Fotografen, der Präsident der bekannten Fotoagentur „Magnum Photos“ war. Magnum Photos wurde 1947 von den vier Fotografen Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, David Seymour und George Rodger in Paris gegründet. Elliott Erwitt, 1928 geboren und Sohn russischer Einwanderer, interessierte sich schon als Teenager für Fotografie und arbeitet seit den 1950er Jahren als professioneller Fotograf. Seine Fotos sind legendär. Seine journalistischen Essays, Illustrationen, Werbeanzeigen und Bücher wurden auf der ganzen Welt veröffentlicht. Er hatte zahlreiche Einzelausstellungen, unter anderem im Museum of Modern Art. Er fotografierte Marilyn Monroe und Che Guevara und …

Photo © Elliott Erwitt/Magnum

Photo © Elliott Erwitt/Magnum

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Hunde in der Kunst

Sehr oft finde ich Bücher für meinen Dog Blog in Museum-Shops oder in sehr besonderen & individuellen Geschäften, wo es ganz viel anderes, aber eben auch Bücher gibt.
Das Buch „Hunde in der Kunst“ habe ich in der Pinakothek der Moderne in München entdeckt. Verkehrt herum. Es lag dort mit der Buchrückseite nach oben. Auf dieser standen die Worte: „Dieses Buch sucht ein Zuhause“.
Ein Zuhause hat es bei mir gefunden. Ein Gutes und eines für immer, denn ich gebe dieses von Angus Hyland & Kendra Wilson so liebevoll gestaltete Buch ganz bestimmt nicht mehr her.

© Théodore Géricault, S. 49 Tête de Bouledogue, 19. Jahrhundert.

© Théodore Géricault, S. 49 Tête de Bouledogue, 19. Jahrhundert.

© Daniella Lo Presti, S. 53 Die Französische Bulldogge, 2014.

© Daniella Lo Presti, S. 53 Die Französische Bulldogge, 2014.

 

 

 

 

 

 

Portraits im Angesicht der Hunde, Hunde-Portraits – zwischen Abbild und Sinnbild, Hunde-Leben, Hunde-Träume und viele zeitgenössische Liebeserklärungen. Weiterlesen

Chefsachen: Rico, ein Leben als Schattenhund im Tierheim

„Tür zu, Licht aus … Ich lege mich auf mein Bett und presse die Augen zu, damit ich das nicht vorhandene Betthupferl nicht sehe. Also damit ich nicht sehen muss, dass ich nix hab. Da lieg ich nun, der Hund mit den meisten Paten (…) krank mit Rumpelbauch und ohne Essen, eingesperrt, kann mir nix selber besorgen, ausgeliefert … ich überlege mir, wie lange man das als Hund, der eh viel zu dünn ist, wohl überleben kann. Ich meine, ich habe ja keine Reserven, da geht man schneller tot. Während ich darüber nachdenke, döse ich weg … vermutlich falle ich gerade in ein Hungerkoma.
Gute Nacht euer unterzuckerter Rico“

So endet eine der vielen Sandmännchen-Geschichten vom gut genährten Rico, die Kirstin Höfer, Tierheimleiterin in Koblenz, seine allerbeste Freundin und Ghostwriterin auf Rico Koblenz Facebook-Seite postete. Aus einer witzigen Idee heraus und auch um auf unkonventionelle und charmante Art Spenden fürs Tierheim zu sammeln. Ricos Seite war so erfolgreich, dass aus den regelmäßig in unregelmäßigen Abständen erschienen Posts jetzt ein Buch entstanden ist. Weiterlesen

Winter in Maine

Neulich habe ich bei Sätze und Schätze vorbeigeschaut und dabei das Bloggerprojekt „Der Hund in der Literatur – oder wie drei Bloggerinnen auf den Hund kamen“ entdeckt.

© Sabine Delorme

© Sabine Delorme

Begeistert von der Idee kam mir das Buch „Winter in Maine“ von Gerard Donovan in den Sinn, das ich schon vor einigen Jahren gehört habe. Es ist eines der Bücher, die man nie wieder vergisst und das zu meinen Lieblingsbüchern gehört, obwohl ich mir geschworen habe es nie mehr zu lesen, bzw. zu hören. Denn es brach mir, kurz nach dem Tod meines geliebten Hundes, zum zweiten Mal das Herz.

Ich lasse mir gerne vorlesen. Besonders wenn Roman und Vorleser zu einer so wunderbaren Einheit werden, wie beim Hörbuch „Winter in Maine“ gelesen von Markus Hoffmann. Die Sprache des Romans ist einzigartig. Hier sitzt jeder Satz, auch wenn manchmal der Wind so heftig um die Hütte weht, dass einzelne Buchstaben weg zu wirbeln scheinen. Weiterlesen

Halten Sie ihr Huhn fest! Hundeleben auf dem Land

In letzter Zeit war ich ein bisschen faul. Lesefaul. Habe einiges angefangen und wieder zur Seite gelegt oder gar nicht  erst angefangen… Und dann landete das neueste Buch von Katharina von der Leyen in meinem Briefkasten. Ehrlich gesagt, blieb auch das eine Weile liegen, doch dann fing ich an zu lesen … und zu lesen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Kennt ihr das Gefühl, wenn man sich beim Umschlagen jeder Seite wünscht, dass das Buch nie endet? Ich drossle dann bei den letzten Seiten schon mal vorsichtshalber mein Lesetempo, wenn ich spüre, dass die rechte Buchhälfte immer dünner wird… Weiterlesen

Frei Schnauze

Also da muss ich jetzt vielleicht doch ein bisschen ausholen. Wie ihr ja bereits wisst, heißt meine Lieblingsfotografin Elke Vogelsang. Das ist die mit der Hundeschnauzen-Obsession und dem wunderbaren Fotobuch „Nice Nosing you“, das ich euch bereits hier vorgestellt habe. Mit „Nice Nosing you“ unter dem Arm, bin ich letztes Jahr in den Ackermann Kunstverlag in München gestiefelt und habe da einfach mal nachgefragt, ob man daraus nicht einen Kalender machen könnte.

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Hunde fotografiert von Uli Stein

Für den Hund

Uli Stein, Deutschlands erfolgreichsten und bekanntesten Cartoonisten muss man nicht vorstellen. Genial und witzig gezeichnete Hunde, Katzen, Mäuse (die Uli-Stein-Plüsch-Maus sitzt schon unzählige Jahre mit mir auf meinem Sofa), Pinguine, Schweine … und Menschen mit und in schrägen Dialogen. Die Reihenfolge ist übrigens nicht zufällig. Im Vorwort von Uli Steins‘ „Hunde-Fotobuch“ ist folgende Anekdote nachzulesen: In einem Radiointerview wurde er mal gefragt „Wenn Sie an einem brennenden Haus vorbeikommen, am Fenster steht ein Mann mit seinem Hund und Sie wissen, sie können nur einen der beiden retten – für wen würden sie sich entscheiden?“ Seine Antwort, wie aus der Pistole geschossen: „Für den Hund“ …

Hunde von Uli Stein-05

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Hundeliebe

Carpe diem oder warum wir Hunde lieben

Eigentlich fängt es ganz harmlos an. Katharina von der Leyen, ein Leben-ohne-Hund-sich-nicht-vorstellende Schriftstellerin, Journalistin und Kolumnistin erzählt locker, fluffig und mit viel Selbstironie und gar nicht rührselig von der Liebe zu Hunden. Und von ihren Hunden. Von der Bewusstseinsveränderung beim Leben mit Hund. Vom unterschiedlichen Zeitgefühl unserer Fellnasen im Vergleich zu uns. Warum Hundebesitzer oft orthopädische Matratzen und einen guten Physiotherapeuten benötigen. Oder warum das Hundeleben auch nicht mehr das ist, was es mal war … Weiterlesen

Nice nosing you

Endlich! Elke Vogelsang, die Fotografin mit der Hundeschnauzen-Obsession hat ihren ersten Bildband veröffentlicht. Darin zu sehen sind: über hundert atemberaubend schöne Fotos ihrer drei Hunde:

Noodles, Scout und Ioli.

Wie, wann und warum die Fotografie Leidenschaft und Lebensinhalt wurde, erzählt Elke ebenso spannend, wie von ihren schlimmsten Stunden, Tagen und Monaten, als ihr Mann bewusstlos Im Koma lag. Er hat nur überlebt, weil Noodles und Scout, beide ehemalige Tierschutzhunde, zu Lebensrettern wurden. Inzwischen wurde die Damen-Runde „all good things come in threes“, durch Ioli ergänzt, den sportlich-eleganten einäugigen Frechdachs, der keine schlechte Laune kennt.

Nice nosing you

Nice nosing you

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Ein Hund namens Jimmy

Seit ich die ersten Fotos von Jimmy Choo gesehen habe, bin ich süchtig nach mehr. Und so konnte ich es kaum erwarten, bis die deutsche Ausgabe von „Ein Hund namens Jimmy“ erschien. Als ich nun vor wenigen Tagen ein Rezensionsexemplar des Knesebeck Verlags aus meinem Briefkasten fischte, war meine Freude natürlich riesesengroß! Seither kann ich mich kaum sattsehen und entdecke bei jedem Durchblättern immer wieder neue und liebenswerte Details an den tollen und witzigen Fotos von Rafael Mantesso.

 

Ein Hund namens Jimmy - 03 Weiterlesen